Gut bedacht zum Schutz der Umwelt

546.000 Tonnen Abfall lagern auf der Sondermülldeponie im Schweizer Ort Kölliken. Doch das soll sich jetzt ändern. In drei eigens zu diesem Zweck errichteten Hallen erfolgt nun der Rückbau und Abtransport des Deponiematerials. Um Mensch und Umwelt während dieser Arbeiten umfassend zu schützen, wurden die Dächer der beeindruckenden Hallen mit PVC-Dichtungsbahnen realisiert.

Der Rückbau der Sondermülldeponie in Kölliken, auf der zwischen 1978 und 1985 Abfall eingelagert wurde, ist in vollem Gang. Eine technische und logistische Herausforderung, deren Realisierung bis Ende 2012 in Anspruch nehmen wird. Dabei geht es nicht nur darum, das Material abzutragen, zu analysieren und fachgerecht zu entsorgen. Enorm wichtig ist auch der Schutz von Mensch und Umwelt während der gesamten Rückbauphase.

Hermetisch abgeschlossen
Die Mülldeponie liegt inmitten eines Wohngebietes. Deshalb wurde das Areal der Deponie mit drei aneinandergrenzenden Hallen überbaut. Bei der Abbauhalle und der Manipulationshalle handelt es sich um stützenfreie Bauten, deren Dächer mit Drahtseilen an Bogentragwerken aufgehängt sind. Die Abbauhalle ist die grösste stützenfreie Halle der Schweiz. Riesige Bogentragwerke mit Bögen bis zu 170 Metern Länge und einem Gewicht von 170 Tonnen ermöglichen den Aushub der gelagerten Abfälle ohne störende Hinder-nisse. So können die eingesetzten Spezialgeräte und -maschinen freier und sicherer arbeiten. Dabei herrschen strengste Sicherheitsvorkehrungen: „Wir stellen höchste technische und organisatorische Ansprüche, um die Menschen innerhalb und ausserhalb der Hallen sowie die Umwelt zu schützen“, berichtet Jean Louis Tardent, Geschäftsführer der Sondermülldeponie Kölliken. Deshalb erfolgen die Arbeiten innerhalb der luftdichten Hallen bei Unterdruck, was den Austritt von Gasen, Gerüchen und Staub verhindert. Die gesamte Abluft wird durch eine dreistufige Abluftbehandlungsanlage mittels Staubfilter und zwei Aktivkohlefiltern gereinigt. Ausserdem unterliegen Luft- und Wasserqualität ständigen Kontrollen.

Rückbau unter PVC-Haut
Durch den stetigen Unterdruck in den Hallen müssen die temporären Konstruktionen nicht nur wasserdicht, sondern auch 100-prozentig luftdicht sein. Zu diesem Zweck wurden Dampfbremsen, Wärmedämmplatten und Dachabdichtungsbahnen verlegt und bei allen An- und Abschlüssen absolut dicht angeschlossen. Für die 46.000 Quadratmeter grosse Dachkonstruktion kamen mechanisch befestigte und an den Stössen thermisch verschweisste Sikaplan Abdichtungsbahnen der Sika Sarnafil AG zum Einsatz. Die mehrschichtigen Kunststoffplanen auf PVC-Basis sind mit einem innenliegenden Polyestergewebe versehen und deshalb ex-trem widerstandsfähig und belastbar. Gute Voraussetzungen für die sichere Abwicklung des verantwortungsvollen Projektes, das unter der PVC-Haut stetig voranschreitet. Schliesslich soll die tägliche Rückbauleistung bei durchschnittlich 500 Tonnen pro Arbeitstag liegen. Danach ist die Renaturierung des Geländes geplant. „Ziel der Gesamtsanierung ist die Wiederherstellung eines Zustands, in dem das Areal der Deponie künftigen Generationen mit gutem Gewissen überlassen werden kann,“ so Tardent weiter.

www.smdk.ch
www.sarnafil.ch

 

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