Leistungsstärkste Windturbine der Welt

Ende 2007 hat Enercon bei Emden die leistungsstärkste Windturbine der Welt errichtet. Die neue Anlage soll pro Jahr 20 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Eine ausreichende Menge, um über 5.000 Vierpersonen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Die Rotorblätter des neuen Prototypen E-126 wurden mit vernetztem PVC-Schaum hergestellt.

Mit der neuen Windturbine E-126 entwickelte Deutschlands grösster Hersteller von Windenergieanlagen Enercon seine bestehende Windturbine E-112 weiter. Resultate sind neben gestiegener Effizienz unter anderem grössere Rotorflächen, ein neues Blattdesign und ein höherer Turm. Letzterer reicht 131 Meter in den Himmel und ist damit genauso hoch wie der Petersdom in Rom. Allein für den Turm wurden insgesamt 1.100 Kubikmeter Beton verbaut. Weitere 1.500 Kubikmeter des gleichen Materials und 180 Tonnen Bewehrungsstahl kamen ausserdem
im Sockel zum Einsatz. Zur sicheren Verankerung des Windriesen rammten die Fundamentbauer zusätzlich 64 Pfähle mit einer durchschnittlichen Länge von 25 Metern und 56 Zentimetern Durchmesser in den Boden, da der Grund am aufgespülten Emsufer recht weich ist.

Überdimensionales Leichtgewicht
Ein Novum bei der leistungsstarken Windturbine sind ihre Rotorblätter, die zu einem wesentlichen Anteil aus Metall gefertigt wurden. Mit ihren gigantischen Ausmassen müssen sie extremen Belastungen standhalten. Deshalb sorgen Sandwichkonstruktionen mit PVC-Kern für die Stabilität und Festigkeit der riesigen Flügel. Dabei handelt es sich um geschlossenzelligen, vernetzten AIREX® C70.55 PVC-Schaum des Schweizer Unternehmens Alcan Airex, der aufgrund seiner Steifigkeit und Zähigkeit im Rotorblattbau vorwiegend verarbeitet wird. Ebenso übrigens
wie in Schienen- und Strassenfahrzeugen, im Schiff- und Bootsbau sowie in der Luft- und Raumfahrt. Der PVC-Struktur-Schaumstoff ist das ideale Kernmaterial für leichte, dynamisch oder statisch belastete Sandwichstrukturen.
So wie bei den Rotorblättern, die dank seiner Hilfe widerstandsfähig und langlebig werden bei einem vergleichsweise geringen Gewicht.

Fortsetzung folgt
Ein zweites Mega-Windrad des Typs E-126 wird direkt neben dem ersten auf dem Rysumer Nacken bei Emden entstehen. Beide sind Teil eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes, in dem das Auricher Unternehmen verschiedene Speichertechnologien in Kombination mit den Multimegawatt-Anlagen testen will. In diesem Jahr sollen ausserdem noch fünf weitere Windturbinen dieses Typs an den Start gehen.

Info:
www.enercon.de
www.alcanairex.com

 

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